LEBENSZYKLUSANSÄTZE
Menschlicher Urin ist ein ausgezeichneter Dünger. Er hat etwa die gleiche Zusammensetzung wie flüssige Düngemittel, die für Topfpflanzen verwendet werden. Allerdings wird er in der Regel weggespült anstatt verwendet zu werden. Sichere Methoden um Urin als Düngemittel für Pflanzen einzusetzen sind inzwischen gut dokumentiert, vor allem in Schweden. Mehrere Forschungseinrichtungen und die Wasserbehörde in Stockholm haben die Soziologie, Bakteriologie und Rentabilität sowie die Wirkung von Urin auf Gewächse untersucht.
 Die Towa kann eine Verhaltensänderung vorantreiben, die benötigt wird, um Urin als eine Ressource einzusetzen. Die besondere Möglichkeit ist, dass wirtschaftlich und ökologisch interessierte Personen Urin als Dünger in ihrem eigenen Garten einsetzen können. Dadurch kann der zumeist schädliche Lebenszyklus von menschlichem Urin vermieden werden.
Der häufigste Weg von menschlichem Urin beginnt nach dem Ausscheiden aus dem Körper unter anderem mit dem fließenden Transport in eine Kläranlage oder ein Abwassersystem. Diese entlassen ihn in den Boden, das Grundwasser, Bäche, Seen, Flüsse oder die Meere - oftmals mit aktivem Stickstoff.
In Seen und anderen Gewässern führt die Aufnahme des Stickstoffs zu großem Wachstum von Wasserpflanzen und Algen, was eine Algenblüte zur Folge hat. Wenn dieses Wachstum stagniert und die Pflanzen sterben und zerfallen, wird dem Wasser Sauerstoff entzogen - Fische und andere Lebewesen ersticken. Im Untergrund sickert der Stickstoff in das Trinkwasser, was eine potenzielle Gefahr für die Gesundheit darstellt. Gleichzeitig erwerben Landwirte weltweit Tonnen an Stickstoffdünger, oftmals produziert in industriellen Düngemittelfabriken, die bei ihrer Produktion auf importierte Energien zurückgreifen.
 Das Abwassermanagement ist teuer. In Küsten- und anderen ökologisch sensiblen Gebieten ist es um so wichtiger, dass diese Frage ordnungsgemäß behandelt wird.